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Boot-LUN-Crash mit Auswirkungen auf VMware & MS Hypervisors

with 10 comments

Das Thema Microsoft vs. VMware Virtualisierung ist ein sehr interessantes Thema, welches in der Datacenter-Szene sehr heftig diskutiert wird. Die einen argumentieren über den Preis, andere über Marketing-Feature-Listen. Ich möchte hier eine Serie beginnen, welche auch nachgeprüfte technische Aspekte mit einbezieht. Die Serie starte ich mit dem Thema, was geschieht, wenn einem Hypervisor die Boot-Disk abhanden kommt. Natürlich kann man argumentieren das passiert nie. Doch wie heisst es so schön? SAG NIEMALS NIE!

In meiner langen IT-Karriere, welche einen grossteil mit Datacentern zu tun hat, habe ich schon sehr viel erlebt, wie Fehlmanipulationen bei SANs und Fabrics, Broadcast-Storms im Ethernet bei IP-Storage, doppelte IP Adressen gegenüber dem iSCSI-Target, Firmware die HBAs und RAID-Controllern nicht bekommen ist, etc. Darum: Völlig abwegig ist das keinesfalls.

Was im Test sehr verwunderlich ist, Microsoft zeigt auf dem Crash Bildschirm ‚ Your PC ran into a problem…‘. Das Wort PC hat mich doch etwas erstaunt, da ich ja einen Windows Server 2012 Hyper-V Edition installiert hatte…

 

Ein weiter Aspekt für die Ellenlangen, Äpfel mit Birnen-vergleichenden Preisdiskussionen, die sich nur auf Lizenzpreise beziehen: Microsoft kommt schlechter weg mit Whitepapers für die Implementation (herumkonfigurieren bis zur optimalen Konfiguration kostet Zeit, Nerven und Geld), benötigt wesentlich länger für eine Installation, benötigt mehr System-Ressourcen. VMware kann gänzlich ohne Harddisks und RAID-Controller auskommen, wenn es um das Booten eines Systems geht, das wäre dann bei 2 HDs und RAID Controllers eines Markenherstellers schnell mal 1’000,– CHF pro Server. Will ich eine wirklich objektive Kostenkalkulation, so müsste ich das eben auch einbeziehen und nicht nur die Lizenzpreise betrachten.

Um es ganz klar zu sagen, mir ist es egal welches System ein Kunde nimmt. Er bestimmt den Verfügbarkeitsgrad und sein Budget. Ich verwende beide Hersteller und implementiere beide Hersteller, Schliesslich bin ich Microsoft Trainer und VMware Instructor. Das Ziel diese Videos ist es nicht Microsoft-Bashing zu betreiben, sondern reine Fakten aus Sicht eines Datacenter-SEs zu evaluieren.

Written by USA

21/08/2013 um 22:08

Veröffentlicht in Microsoft, Virtualization, VMware

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10 Antworten

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  1. nimm doch mal den beiden Systemen alle LUNs weg. So fr 2 Minuten. Realer Fall….

    VMware hat das sehr gut vor Windoof versteckt. Was macht HV?

    Dass nur die Bootlun taucht halte ich ehrlich gesagt fr unwahrscheinlich.

    Sent from my mobile

    Urs Weber

    21/08/2013 at 23:19

    • ‚Dass nur die Bootlun taucht halte ich ehrlich gesagt für unwahrscheinlich.‘

      Ohh… sag das nicht Urs. Letzthin gesehen bei einer sehr grossen Firma, HP Blades mit BfS über FC, die VMs via NFS auf einem anderen Array. FW-Update und juhui… Aber nix geschehen da ESXi…
      Ja, die Chance ist sehr klein – aber sie besteht. Du als alter DC-Fuchs weisst ja, wir versichern uns im DC ja bei x Gelegenheiten gegen statistisch sehr unwahrscheinliche Fälle und unsere Kunden geben dafür sehr viel Geld aus.
      Das mit Totalausfällen inkl. VMs kommt auch noch, es ist leider sehr zeitintensiv die ganzen Testaufbauten inkl. Verifikation.

      USA

      21/08/2013 at 23:52

  2. Sehr interresant ….
    Super Beitrag Urs !

    Kann ich nur bestätigen. Das Szenario mit Boot-from-San über FC und gleichzeitigen Datastores per NFS treffe ich oft bei Kunden an. Für mich ein durchaus vorstellbares Szenario …. z.b beim FW Upgrade

    LG
    Stefan Gourguis

    Stefan Gourguis

    22/08/2013 at 07:06

  3. Sehr interessant. Ich freue mich schon auf die nächsten Beiträge!

    Carsten Landeck

    22/08/2013 at 07:58

  4. Sehr schön, vielen Dank. Bin auf die weiteren Beiträge gespannt🙂

    MK

    22/08/2013 at 09:16

  5. Servus Urs,

    toller Beitrag und eine spannende Serie. Bin gespannt!🙂

    Grüße,
    Thomas

    Thomas

    22/08/2013 at 13:32

  6. Hi Urs,

    Nice Video, Danke das ich mal wieder seit langem einen „Blue Screen“ sehen kann. Hab das schon länger bei keinem meiner Kunden gesehen… Vielleicht ist das weil ich den Kunden empfehle sich nach alternativen zu SAN umzusehen. Anyway. Alle Infos zu Anforderungen findest du auf TechNet. Auch die min. Disk Size. (http://technet.microsoft.com/en-us/library/jj134246.aspx) , nebenbei wenn dir ein SAN Boot zu riskant ist oder zu teuer kann man schon länger Hyper-V ab einem USB Stick (http://technet.microsoft.com/en-us/library/jj733589.aspx) (64GB Kosten 100 Fr. bei Brack). Bei HP Orginal natürlich zum doppelten Preis und halber Grösse (700136-B21). Dann gibt’s auch kein Blue Screen. So nebenbei hat heute jeder Server ein onboard RAID und und zwei 146GB 10k HDs von HP kosten Strassenpreis je 200CHF. Noch ne Frage an dich: Wie lange Überleben deine VM’s auf VMware wenn die SAN LUN’s oder NFS Shares disconnecten? Würde dir dann die Antwort von Hyper-V Seite liefern. ,-)

    Gruss
    Markus Erlacher

    Markus Erlacher

    22/08/2013 at 21:38

    • Hallo Markus

      Danke für dein Feedback!
      Die Dokumente kenne ich – ich persönlich finde sie etwas mau – sehr relativ. Darum musste ich ja auch so lange rumbasteln bei meinem Setup, weil die min 32GB eine relative Grösse sind sich verändern je nach der RAM-Grösse im Server. Bei VMware gibt es genau eine Aussage und die stimmt für alles und jedes System – that’s the point.
      Die USB Doku sagt ja auch aus, dass das nur für OEM’s unterstützt ist, also darf’s der normale Systemintegrator nicht machen – oder sehe ich das falsch?
      Zu USB, meinst du das ist ein zuverlässiger Storage und wenn man den Stick abzieht, oder er durch Defekt ausfällt, läuft der 2012 Hyper-V weiter?
      Es ist mir absolut neu, dass jeder Server einen RAID-Controller OnBoard hat, vor allem bei Enterprise Bricks. Beim BTO (Build To Order) kann man den RAID Controller jeweils wählen und er war dann im System gesteckt. Bei Entry Level Server (die meist PC’s sind, welche als Server angeschrieben sind – dann würde ja auch ‚Your PC ran into a problem‘ passen…;-)) ist das sicher so.
      Betreffend LUN weg wo die VMs drauf sind: Frag Mal den Kollegen Urs Weber weiter oben. Er hatte das letzthin das ein IBM SVC in einer Dual-Datacenter Solution während 2 1/2 Minuten nicht umgeschaltet hat und die VMs auf dem ESXi, keinen Disk Zugriff mehr hatten. Es war keine einzige ausgefallen. Darum nimmt’s ihn eben auch wunder, wie aus seinem Comment ersichtlich, was würde bei Hyper-V 2012 geschehen? Vielleicht kannst du uns das sagen?

      Würde meine Antwort gerne noch etwas detaillierter gestalten und etwas Präziser auf einzelne Punkte eingehen. Muss aber nach SFO / San Jose für ein Training…

      LG Urs

      USA

      23/08/2013 at 21:36

  7. Muss USA Recht geben!

    Ich habe mit beiden Welten zutun ich sag nur eins VMware ist sehr sehr robust.
    ZU MS sag ich nur: Cluster resource ‚SAPPRD‘ (resource type “, DLL ‚clusres.dll‘) either crashed or deadlocked
    und das auch noch mit Win2k12!!!!!!

    FLO

    11/09/2013 at 20:58


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